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2. Adventssonntag im Jahr A- Predigt

2. Adventssonntag im Jahreskreis C, Pfungen 8. Dezember 2019

An jenem Tag wächst aus dem Baumstumpf Isais ein Reis hervor…(Jes. 11, 1)

Liebe Mitchristen,

Der Prophet Jesaja kündigt nach dem Verlust des Landes, des Tempels und des Königs einen neuen Anfang an, welcher von Jahwe angekündigt wurde. Jahwe wird seinen Spross aus der Wurzel Isais heranwachsen lassen zum Feldzeichen, als einer, der alles sammeln kann, die an Gott Israel festgehalten haben. Gott wird ihnen eine Rückkehr in ihr Land verheißen. Wenn wir das Lied „Es ist ein Ros entsprungen“ singen, dann erinnern wir uns an diesen Jesaja Text, als Gott dem Volk Israel einen neuen Anfang zuspricht. Jesaja benutzt ein Bild vom Ackerbau um dieses starke Hoffnungspotenzial zu verdeutlichen. In der Adventszeit und in dieser dunklen Zeit des Jahres verwenden wir gerne solche Bilder. Da der Baum tief in der Erde verwurzelt ist, hat er Kraft genug neue Triebe zu erzeugen. So kann daraus neues Leben entspringen.

Als Wurzel des Baumstumpfes wird Isais, der Vater des Königs David, genannt. Dieses Bild lenkt unseren Blick in die Vergangenheit, aber auch in die Zukunft. Das Bild lässt uns auf die Beziehungen schauen, welche uns tragen und neue Triebe hervorbringen können. Auf dem König David ruht die Zusage Gottes durch den Propheten Nathan, der verkündete, dass sein Königsthron ewiger Bestand hat (2. Sam 7.12-14). So ist die Erwartung auf einen Retter aus diesem Geschlecht schon angekündigt worden und die früheren Christen sehen diese Erwartung in Jesus Christus seine Erfüllung. Gott selbst wird den ausgewachsenen Baum umhauen (alte Herrschaften), welche viel Ungerechtigkeit und das Volk ausgeplündert hat und aus diesem Baustumpf wächst ein neuer Trieb heraus.

Von dem Baum bleibt nur den Baustumpf übrig, ein Symbol für das Volk, welches in dieser schweren Zeit zu Gott gehalten und ihm vertraut hat. Gott setzt auf die Nachkommen Davids, aus dem ein neuer Trieb heran wächst und Früchte hervorbringen wird. Der Geist Gottes wird auf diesem Retter ruhen und der Retter wird nicht durch Gewalt und Streitkräfte zu Macht kommen, sondern er erhält von Gott folgende Gnade; Stärke, Weisheit, Einsicht, Erkenntnis und Gottesfurcht. Er wird als kluger Hirte seines Volkes hervorkommen, gegürtet mit Gerechtigkeit und Treue. Er lässt sich nicht von Geld und Worten bestechen, sondern wird auf der Seite der Armen und Unterdrückten stehen. Sie werden alle von der Gerechtigkeit Gottes erfahren.

Wenn ein solcher Retter herrscht, dann wird seine Herrschaft in paradiesischen Bildern dargestellt. In der gesamten Schöpfung wird keiner mehr den anderen bekämpfen, weder die Tiere noch die Menschen, so können Wölfe beim Lamm sein oder Löwe und Kalb weiden zusammen und ein Knabe kann sie hüten! Alle existieren friedlich nebeneinander und keine Gefahr geht von ihnen mehr aus. Kuh und Bärin freunden sich an und ihre Jungen liegen beieinander! So kann der Säugling vor der Behausung der Natter spielen. Ebenfalls wird es keine Vergebung mehr geben, weil alle in Gottesgeist erfüllt sind.

So sind die Bilder des heutigen zweiten Adventssonntages voller Hoffnung und sie sollen uns stärken auf dem Weg zur Geburt des Gottessohnes Jesus Christus. Lasst uns in seine Flügel treiben und so zu dem Volk gehören, welches weiterhin Gott vertraut und seinen Sohn erwarten…Amen.


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