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Geburt

Franziska Krähenmann, Dr. med. Leitende Ärztin auf der Geburtshilfe Bei meiner Arbeit in der Geburtshilfe habe ich es mit verschiedenen Religionen zu tun. Interkulturelle Fragen und Rituale interessieren mich. Eltern und ihre Kinder brauchen gerade in schwierigen Situationen Sicherheit und … weiterlesen

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20. Sonntag Jahr B- Predigt

20. Sonntag im Jahreskreis B, Pfungen, 19. August 2018

Mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank (Jon6, 55)

Liebe Mitchristen,

Neulich wurde ein US Soldat und seine Familie vorgestellt, der kaum nach Hause kommt und seine Kinder praktisch ohne den Vater aufwachsen. Die Mutter übernimmt die Rolle von Vater und Mutter und vermittelt ihren Kindern die Liebe zum Vater, auch wenn er auf Grund seines Berufes oft nicht daheim ist. Eines Tages wollte man die Familie überraschen und sie bekamen beim Schwimmen Besuch. Die Kinder waren sehr erfreut, den Papa zu sehen und ebenfalls diese liebe Mutter. Es war rührend, wie sie einander innig umarmten und nicht los lassen wollten. Diese Mutter hat sicher eine gewaltige Aufgabe und ist praktisch alleinerziehend, doch sie beklagt sich nicht, trennt sich nicht vom abwesenden Vater, sondern vermittelt ihren Kindern die Liebe zum Vater. Eine lebendige Liebe welche alle Entfernung hinweg trotzt. Diese Liebe hält die Verbindung zum Vater lebendig. Sie ist ein Vorbild, eine Lehrerin und eine, die ihren Kindern manche Ideale mitgibt.

So fragen wir uns, welche Botschaft wollen wir überliefern? Welche Geschichte erzählen wir? Wie erreichen wir die Ohren und Herzen der Kinder? Welches Kind erziehst du, ein Kind welches von Computer und Internet erzogen wird, oder ein Kind welches von Nächstenliebe und Liebe zur Eucharistie ahnt.

Nun, was wir selber geschenkt und vermittelt bekommen, das können wir weitergeben. Das heutige Evangelium bringt es auf den Punkt. Wir haben die Beziehung zu Jesus geschenkt bekommen. Er bietet uns sein ganzes Leben an. Wir können an ihn andocken, von ihm lernen und ihm vertrauen. Jesus schenkt uns das, was sein Innerstes genährt hat. Jesus hat geistige Nahrung anzubieten. Er selber wurde von der Liebe zum Vater genährt. Jesus wurde der Mut geschenkt zu den Menschen, auch zu Fremden und Feinden, zu gehen, und er hatte keine Angst vor ihnen. Er hat die Kraft, diese geistige Nahrung an alle Völker zu verteilen. Er selber hat sie umsonst bekommen und gibt sie umsonst weiter an alle, die daran glauben und teilnehmen wollen. So hat er das biblische Menschenbild erlebbar werden lassen. Er hat uns das überliefert, woraus er selber gelebt hat. Aus der Bibel haben wir reichlich die frohe Botschaft vermittelt bekommen. Er vertraut auf seinen Gott, der mit uns durch das Leben geht. Von Jesus erhalten wir die Würde als Kinder Gottes und allen als Ebenbild Gottes zu begegnen. Von Jesus lernen wir, auf Gewalt zu verzichten. Solche Werte sollen unsere Herzen berühren, stärken und auch trösten. Sie sind fundamental und helfen zu einem Miteinander in der Welt. Solche Erzählungen sind die Grundpfeiler des Christentums. Bestimmt gibt es manche, die ihre Erzählung weitergegeben haben und dies scheint nicht gefruchtet zu haben. Doch sollen sie nicht entmutigt werden, sondern weitererzählen.

Schön wäre es jetzt, wenn jeder erzählen würde, was uns wichtig, wertvoll, und tragend für unser christliches Leben ist. Was überzeugt dich als Christ, ja als Katholik? Wo holst du dir das Brot für die Nahrung deiner Seele? Was erzählst du anderen, wie Jesus dein Leben beeinflusst? Solche Geschichten sind heilende und geistige Bibliothek für unsere Kinder und sie werden darin lesen. Solche Geschichten sind die geistige Bibel unseres 21. Jahrhunderts. In unserem Leben erfahren die Kinder, was das Brot unserer Seele ist. Von uns können sie erleben, was uns trägt, tröstet und stärkt. An uns schauen sie ab, wie ein soziales Miteinander konkret gelebt wird. Seit der Taufe bieten wir auch geistige Nahrung, denn wir können trösten, lieben, versöhnen und aufbauen.

Das heutige Evangelium ermutigt uns, mit frischem Mut in die Fußstapfen Jesus zu treten. Teilen wir aus, was unser Herz reich macht. Unsere Kinder werden es uns danken und werden es weitergeben und wir werden darin auch reich beschenkt werden. Jesus ist wirklich eine Speise und ein Trank für uns. Nehmen wir mit Dankbarkeit teil an seinem Tisch in der Eucharistie…Amen


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