Pfarrer Blog

Geburt

Franziska Krähenmann, Dr. med. Leitende Ärztin auf der Geburtshilfe Bei meiner Arbeit in der Geburtshilfe habe ich es mit verschiedenen Religionen zu tun. Interkulturelle Fragen und Rituale interessieren mich. Eltern und ihre Kinder brauchen gerade in schwierigen Situationen Sicherheit und … weiterlesen

mission information

Ich lasse ihnen dieses Dokument lesen

16. Sonntag Jahr B-Predigt

16. Sonntag im Jahreskreis B, Pfungen, 22. Juli 2018

Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus(Mk 6, 31)

Liebe Mitchristen,

In unserem Bistum Orlu in Nigeria und unter dem damaligen Bischof, war es so, dass Urlaub zwar eingeführt wurde, jedoch haben sich viele Priester diesen nicht genommen, weil sie dachten, wenn sie weggehen, würde die Pfarrei zusammenbrechen. Andere dachten, es ist ein junges Bistum und so haben sie keine Zeit zum Ausruhen. Wieder andere waren der Meinung, dass sie jung waren und somit einiges aushalten könnten. Nun starben einige Priester sehr jung und der Bischof verordnete Urlaub als Pflicht, welche alle Priester mindestens einmal im Jahr nehmen mussten.

Ebenfalls war es erstaunlich, weil Seelsorger in der Schweiz ein freies Wochenende haben. Andere Kollegen wunderten sich über eine solche Einrichtung. Ein Seelsorger sollte doch jederzeit für seine Schafe da sein! Viele Gläubige sehen dies als Luxus an und zitieren die alte Zeiten, wo die Pfarrer immer da waren für ihre Gemeinden und zwar Tag und Nacht. Allmählich wird dies als eine Notwendigkeit angenommen und es ist eine Bereicherung der Seelsorger, damit man nicht sehr früh an der Last und dem Stress dieser Aufgabe zusammenbricht. In Zeiten von Burnout muss man dies nicht mehr besonders betonen.

Nun, das heutige Evangelium spricht von einer Auszeit, einer Einkehr, ein in sich zurückziehen müssen, um wieder Kraft zu tanken, damit man die Herausforderung der pastoralen Aufgabe oder des Berufes bewältigen kann. Es ist nicht von ungefähr, dass jeder Mitarbeiter Anspruch auf seinen Urlaub hat. Es ist eine Auszeit, eine Zeit des Auftankens, sich von Stress zu befreien, wieder auf die Natur aufmerksam zu werden, auf andere Kulturen zuzugehen, um bereichert wieder nach Hause zu kommen und die Arbeit mit neuem Elan anzugehen. Jesus fordert seine Jünger auf, sich eine Auszeit zu nehmen, sich zurück zu ziehen, an einen einsamen Ort zu gehen, zu Kräften zu kommen, um sich dann wieder seiner Aufgabe der Verkündung zu widmen. Jeder braucht eine solche Auszeit und eine Oase, wo man auf neue Gedanken kommen kann.

Vielleicht kannst du alte Freude besuchen oder neue Freundschaften schliessen. Vielleicht kannst du dich auf Exerzitien begeben, um deine Glaubenswurzeln zu verstärken. Vielleicht triffst du dich mit deinen Kollegen, um auszutauschen wie sie mit den Aufgaben und der Verkündigung in einer bestimmten Gegend zurechtkommen. Vielleicht machst du wieder eine Bergtour mit guten Freunden, weg von Stress und Alltagsaufgaben hin zur Natur und Kraftquellen. Eigentlich sollte man seine Arbeit zu Hause lassen, doch kommt es oft vor, dass man etwas mitschleppt und so nicht eine wirkliche Auszeit hat, sondern rund um die Uhr arbeitet. Die Tatsache von Stress und Burnout wäre genügend Warnung dies zu unterlassen.

Die Einkehr und Auszeit ist eine überschaubare und begrenzte Zeit, denn danach muss man sich wieder seinen pastoralen oder beruflichen Aufgaben widmen. Der Urlaub mag sehr schön sein, jedoch kann er aber nicht ewig dauern. Der schöne Besuch bei guten Freunden geht nicht für eine lange Zeit weiter! Im Grund ist auch jeder Gottesdienst eine solche Auszeit und Einkehr, wo man zusammen singt, betet, auf Gottes Wort hört, am Tisch des Herren teilnimmt und so die Quelle unseres Glaubens schöpft. Früh genug wartet unsere Aufgabe auf uns. Wer dies nicht beachtet, wird früher oder später ausgebrannt sein. Wer nur ausgibt, wird mit der Zeit leer und ausgelaufen sein.

Beten wir, dass wir das Angebot Jesus zur Einkehr und Ausruhen wahrnehmen, damit wir bereichert wieder nach draussen gehen und die Arbeit wieder aufnehmen können. Möge dieser Gottesdienst uns die Kraft schenken für die Herausforderung des Alltags und uns zur Quelle des anderen Ufers führen…Amen.


Danke für die Anmeldung

Oops! Irgend etwas ist schief gelaufen

Röm.-kath. Pfarramt St. Pirminius
Dorfstrasse 4
8422 Pfungen
Tel: 052 315 14 36
E-Mail: pfarrei@pirminius.ch

Das Sekretariat ist wie folgt besetzt:
Dienstag 8.30-11.30 Uhr und 13.30-16.30 Uhr
Freitag 8.30-11.30 Uhr

facebook     twitter

Fotos Copyright © 2016 Franziska Bosshard
Umsetzung und Programmierung Copyright © 2016 clip interactive GmbH