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Geburt

Franziska Krähenmann, Dr. med. Leitende Ärztin auf der Geburtshilfe Bei meiner Arbeit in der Geburtshilfe habe ich es mit verschiedenen Religionen zu tun. Interkulturelle Fragen und Rituale interessieren mich. Eltern und ihre Kinder brauchen gerade in schwierigen Situationen Sicherheit und … weiterlesen

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1. Adventsonntag Jahreskreis B, Predigt

Erster Adventssonntag im Jahreskreis B, Pfungen, 3. Dezember 2017

Seid also wachsam, denn ihr wisst nicht wann der Hausherr kommt…(Mk 13, 35)

Liebe Mitchristen,

Willkommen zum neuen Jahreskreis B, der mit dem Evangelisten Markus als unseren Begleiter beginnt. Markus lädt uns heute ein, mit den markanten Worten „Seid wachsam!“ den Advent einzuläuten. Advent lässt auch die Stimmung aus der Zeit unserer Kindheit wieder wach werden.

 

In diesen Tagen, wo es früher dunkel wird und manche Menschen ihr Unwesen treiben, sind die Worte von Markus wichtig. Wir wollen nicht, dass bei uns eingebrochen wird oder Trickdiebe uns um den Finger wickeln, um Geld aus unserer Tasche herauszuziehen. Im Internet ist Wachsamkeit angesagt, damit man nicht auf Hacker, Betrüger, oder falsche Polizisten trifft, oder auf die, welche es besonders auf ältere Menschen abgesehen haben, um ihr Konto zu leeren. Auch sollen wir vorsichtig sein, was wir in den sozialen Medien preisgeben, an Fotos, an Informationen über uns, ja an ganz persönlichen Daten, weil da draussen leider Menschen sind, welche dies alles zu unserem Nachteil ausnutzen wollen.

 

Wer über Weihnachten nach Afrika oder in andere ähnliche Kontinente heimfährt, muss besonders vorsichtig und wachsam sein, mit wem er zu tun hat, denn viele wollen auf Kosten der anderen ihre dubiosen Geschäfte abwickeln. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, sagt man. So fordert uns Markus genau zu dem auf, was wir im täglichen Leben tun sollten. Die Welt ist nicht so lieb und rosig, wie wir es gerne hätten, und dies gebietet uns Markus' Worte zu beherzigen, denn sonst kommen wir unter die Räder schlechter Menschen.

 

Zugegeben, es wird zunehmend schwieriger, und der Stresspegel steigt, je näher wir uns Weihnachten nähern, weil alle schneller und schneller noch dieses und jenes erledigen wollen. Die Gefahr von einem Burnout ist sogar deutlich grösser, und manche sehen diese Zeit als eine lästige Pflicht. Umso mehr sind Wachsamkeit und Vorsicht angesagt, denn im Stress kann man fatale Fehler begehen. Zum Beispiel kann man vergessen, worum es eigentlich im Advent geht, nämlich um die Vorbereitung auf die Geburt des Kindes Jesus.

 

Wachsein ist die christliche Grundhaltung und bedeutet präsent sein, uns wieder auf unserer Mitte zu besinnen. Wer wachsam ist, bei dem bekommt jeder Moment seines Lebens einen besonderen Wert als eine geschenkte Zeit, welche es nicht zu verschleudern gilt, sondern zu nutzen. Wer nicht wachsam ist, der kann durchaus Gott und seine Ankunft verpassen, weil er sich mit unwichtigen Dingen beschäftigt. Advent macht uns darauf aufmerksam, dass alles vergänglich ist und nur in Gott die Ewigkeit zu erwarten ist. Wenn wir versuchen uns abzusichern und alles in den Griff zu bekommen, besteht die Gefahr, dass wir uns verlieren. Seid wachsam und haltet die Tür Gottes und zur Welt in eurem Leben offen.

 

Mit Wachsamkeit ist eine gespannt-erwartungsvolle Grundhaltung gemeint. Das Bild eines Türhüters kann hier sehr hilfreich sein, der übt sich in geduldig-sensible Aufmerksamkeit, um die Tür aufzumachen, wenn der entscheidende Moment da ist. Sicher kann es passieren, dass wir müde werden und lieber einschlafen wollen, doch Markus lädt uns ein, im Advent Gott und seinem Sohn mehr Raum zu gewähren, und aufmerksam auf die Menschen um uns herum zu achten, auf das religiöse Fundament unseres Lebens, ja auf die plötzliche Ankunft des Gottessohnes in unserer Welt. Lasst uns nicht müde werden, sondern die Hände hinhalten und auf das Wunder des Gottessohnes warten, der leise wie ein Vogel auf uns zukommen wird…Amen.


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