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Geburt

Franziska Krähenmann, Dr. med. Leitende Ärztin auf der Geburtshilfe Bei meiner Arbeit in der Geburtshilfe habe ich es mit verschiedenen Religionen zu tun. Interkulturelle Fragen und Rituale interessieren mich. Eltern und ihre Kinder brauchen gerade in schwierigen Situationen Sicherheit und … weiterlesen

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29. Sonntag Jahr A, Predigt

29. Sonntag im Jahreskreis A, Pfungen 22. Oktober 2017

Ich bin der Herr und sonst niemand (Jes 45,5)

Meine Lieben,

Neulich beim Firmunterricht hatten wir zum Einstieg das Thema, wie unsere Gottesvorstellungen aussehen. Das ist schon ein schwieriges Thema, denn jeder behält hier doch für sich, was seine Gottesvorstellung ist. Es ist nämlich individuell und doch privat! Wir konnten uns jedoch mindestens mit der Frage nach Gott beschäftigen und ich hoffe sehr, dass sich am Ende des Unterrichts ihre Gottesvorstellung ein wenig bereichert hatte. Unsere Aufgabe war eigentlich die Vermittlung vom Glaube an Gott, um dadurch ihre Gottesvorstellung zumindest zu ergänzen, angefangen von ihrer persönlichen Vorstellung von Gott.

Allein der Glaube sagt noch nicht viel, denn man kann an vieles glauben. Man kann an die Macht der Sterne glauben, an die Intelligenz des Menschen, an die Macht des Geldes, an die Zukunft der Welt, an die Brillianz der Technik. Ganz persönlich mag man an sich selber glauben, an die Familie, an die Kinder und ihre Zukunft. So ist es schwierig zu behauten, man glaube an nichts! Menschen glauben immer an etwas, was sie trägt und im Leben voranbringt. Fragt sich nur, ob es ein Glaube ist, welcher uns innerlich beglückt und trägt oder nur vorübergehende Freude vermittelt. So ist auch das Thema Glaube und Gott ähnlich.

Die Rede von Gott sagt noch nicht alles über die eigentliche Vorstellung von Gott und wie der Glaube an ihm tatsächlich aussieht und wie einem dies meint. Dazu könnte die Rede von Gott durchaus weit weg sein, wie der Mensch dies tatsächlich in seinem Leben erfahrbar machen lässt!  So ist die Schwierigkeit schon gross, den Glauben weiter zu geben, denn dies setzt voraus, dass der/die Vermittler/in mindestens etwas in seinem Leben hat, aus dem er selbst zu leben versucht. Also seine Tat ist Motto zur Glaubensvermittlung! Auch ist der Glaube einer der Bereiche, der beim Weiterschenken nicht weniger wird, sondern sich selbst und andere bereichert. Die Weitergabe von Glaube stärkt den Schenkenden und macht das Leben der Geschenkten reich.

In der ersten Lesung heute stellt sich Gott selber mit den Worten vor „Ich bin der Herr und sonst niemand; ausser mir gibt es keinen Gott.“ Das ist die Vorstellung von Gott, welche der Prophet Jesaja hier vermittelt. Selbst der mächtige Perser König Kyrus, der den Babel besiegt hat und gar Israel vorher vernichtet hat, ist nur ein Instrument in den Händen des Allmächtigen Gottes! Diese Aussage Gottes zeigt hier einen Gott, der sein Volk Israel gut kennt, mit ihm leidet, um seine Sorge und Hoffnungen aber auch sein Versagen gut weiss. Dieser Gott liebt sein Volk und lässt es nicht ins Verderben laufen. Wie ein Liebhaber wirbt und eifert er um seine Zuneigung, darum duldet er keinen anderen Gott ausser ihm, wie auch ein Liebhaber keinen anderen Partner in der Nähe seines Geliebten duldet. Gott möchte nicht, dass wir anderen Götter nachrennen, sei es Geld, Ansehen, Macht, oder Besitz. Er möchte nicht, dass wir dies verabsolutieren und an seine Stelle erheben. Er ist offenbar nach menschlicher Sprache ein eifersüchtiger Gott!

Vor diesem Hintergrund können wir auch das Anliegen im Evangelium verstehen. Die Frage „Ist es nach deiner Meinung erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen oder nicht“ hat etwas mit der Gottesvorstellung und den Glauben an ihm zu tun. Sicher zahlen wir alle Steuern, dies ist unsere Bürgerpflicht, damit unser Staat auch funktionieren kann und bestimmte Währungen sind längst in jedem Land Zahlungsmittel geworden. Es geht Jesus darum zu fragen, wer ist dir letztendlich wichtig und für wen setzt du dich ein. Was ist dir letztlich wichtig im Leben, Kaiser oder Gott? Wofür bist du bereit, sogar einen Konflikt in Kauf zu nehmen um ihn zu verkünden, Gott oder Geld?

Nun die Frage nach Gott und die Vermittlung des Glaubens an andere ist kein Zuckerlecken. Wie wir erfahren haben, ist es ein Gott der sich der Menschen annimmt und ihnen ein Leben in Fülle ermöglicht, welche den Tod in seinem Sohn überwunden haben. Um diesen Glauben ringen wir immer wieder neu und beten, er möge uns diesen Glauben schenken, denn wir verfügen nicht darauf. Er gebe uns die Kraft, unter allen widrigen Umständen von ihm weiter zu erzählen…Amen.


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